Adéle Boronlieb zu Weilers Au

Description:

In der Gruppe seit:
4 – Rabenkrächzen

Boronsrad

Bio:

An die ersten Tage ihres Lebens kann sich Adéle verständlicherweise nicht erinnern, und ob es sich bei dem Datum, an dem sie als Kind ihren Tsa-Tag feiern durfte, tatsächlich um diesen handelte, weiß sie bis heute nicht mit Sicherheit.
Aber da es mitte Peraine im Jahr 1003 BF war, und das Neugeborene, welches man halb ertrunken und schlimm unterkühlt im Dorfweiler fand erst wenige Tage alt gewesen sein konnte, beschloß Vater Stane den Tsatag des kleinen nassen Bündels auf den 10. des Monats zu bestimmen.
Überhaupt hatte der Diener des Raben an dem kalten und regnerischen Frühlingstag wichtige Entscheidungen zu treffen.

Das Mädchen, das Andere wegen ihrer schaurig-schwarzen Augen gewiss lieber dem Herrn Boron persönlich überlassen hätten, fand bei ebendessen Diener ein sicheres, wenn auch sehr stilles Zuhause. Dass der Geweihte ein ernster aber sehr gutherziger Mensch war, wurde den Letzten spätestens klar, als sie ihn von nun an als Ziehvater der kleinen Adéle in führsorglichem Umgang mit dieser erleben konnten.
Und wer noch nie einen Borontempel von innen gesehen hat, kann sich auch nicht vorstellen, wie absurd es aussehen mag, wenn ein kleines Mädchen sorglos darin aufwächst und die Lehren des Herrn des Todes zeitgleich mit dem Sprechen erlernt.

In Weilers Au selbst gewöhnten sich die Menschen aber an das blasse dunkelhaarige und stille Kind; auch an ihre Augen.
Adéle folgte dem Weg, der ihr in die Wiege gelegt worden war, fand sich im Dunkeln und träumend immer aufgehoben und fand sich auch trotz ihrer zarten Gestalt auf dem Weg des Kampfes zurecht.
Und so durfte sie kurz nach ihrem 18 Tsatag ihre Novizenrobe gegen die einer vollwertigen Geweihten tauschen.

Zwei Borongeweihte braucht aber selbst ein Dorf in Bornland nicht, und so bat sie nach ihrer Aufname in die Puniner Kirche um eine Aufgabe.
Dass diese sie in schreckliche Gefahren aber auch zu neuen Freundschaften und sogar zu romantischen Rührungen führen würden, hätte sie eigentlich ahnen müssen.

Adéle Boronlieb zu Weilers Au

JahrdesFeuers Adele